Archive for Februar 2008

RANDI2 kommt zurück

Mit einem Vortrag im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist heute der Startschuss zur Weiterentwicklung von Randi 2 gefallen. Randi 2 ist eine Plattform zur Randomisation in klinischen Studien.

In klinischen Studien – also Studien in denen neue Therapien im Gesundheitswesen am Menschen getestet werden – ist es Standard, Patienten zu randomisieren. Das bedeutet, dass man Patienten auf zwei, manchmal auch mehrere, sog. Arme aufteilt und das, wie der Name schon vermuten lässt, zufällig. Patienten bzw. Probanden die zu einem Arm randomisiert wurden, erhalten dann eine Behandlung gemäß ihrem Arm. Das sieht so aus, dass zum einen die neue Therapie und zum anderen die Standarttherapie bzw. Placebo zu der Zielerkrankung angewendet wird. Diese beiden Arme können nachher verglichen werden, sodass festgestellt werden kann, ob das neue Medikament besser ist als das andere oder eben nicht.

Randi 2 ist eine webbasierte J2EE Anwendung, die es ermöglicht, eben jene Randomisation durchzuführen. Dabei kann sich – wenn eine Klinische Studie angelegt ist – der Arzt einloggen und die von ihm rekrutierten Probanden sofort randomisieren lassen.

Randi 2 ist im Studiengang Medizinische Informatik an der Universität Heidelberg/Hochschule Heilbronn in einem Softwarepraktikum entstanden. Ich war damals auch Mitglied des ca. 18-köpfigen Teams, dass die jetzige Version von Randi2 in zwei Semestern entwickelt hat. Jetzt soll das Projekt als Open Source unter GNU GPL 3.0 weiterentwickelt werden.

Seit gut einer Woche gibt es die Seite http://randi2.hs-heilbronn.de und ab heute sind wir auch unter http://sourceforge.net/projects/randi2 zu finden. Auf der ersten Seite findet man die wichtigsten News rund um Randi 2 und seine Entwicklung. Die zweite ist unsere Kommunikationsplattform die auch gerne genutzt werden darf, um Wünsche zu äußern.

Bis die Software für die erste klinische Studie produktiv eingesetzt wird, wird es vermutlich noch etwas arbeit bedürfen. Daher ist jeder willkommen, der das Open Source Projekt unterstützen will. Dazu einfach Mail an randi2@hs-heilbronn.de. Ich freue mich auf euch!

APIs verschiedener Programmiersprachen meistern

Vielleicht fällt es dem einen oder anderen unter euch auch so schwer, die verschiedenen APIs aus Java, Ruby, Ruby on Rails, GWT etc. immer zu finden. Sicher, es gibt Lesezeichen. Aber ich habe etwas gefunden, was mir deutlich besser zusagt: http://gotapi.com.

Die Seite bietet neben dem Suchen (natürlich mit Aut-Expansion), was ja bei der traditionellen Java-API immernoch fehlt, in einer API, auch das Suchen in mehreren sowie das Merken von den gewünschten Favoriten. Außerdem können die Suchwidgets einzelner APIs auch in andere Seiten integriert werden – müsste theoretisch sogar mit iGoogle gehen. Heißt: Lieblings-API auf der Browser-Startseite serviert?
Der Inhalt der APIs wird nicht von gotAPI gepflegt, sondern es werden die Seiten angezeigt, die in der Ursprünglichen API benutzt werden. So ist man auch bei Änderungen – etwa durch SUN – immernoch auf dem neuesten Stand. Wenngleich hier anzumerken wäre, dass die Java 1.6.0 API noch nicht zur Verfügung steht. Lediglich 1.5.0.
Was mich als Rails Entwickler natürlich freut ist, dass Ruby und Rails in einer API aufgeführt werden. Das macht das Suchen nach Funktionen einfacher bzw. spart mir einfach die Überlegung, ob das eine Ruby oder eine Rails frage ist.

Fazit: Unbedingt ansehen!

gotAPI java